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Waffenrechtliche Erlaubnisse

Asservate Waffen
Waffenrechtliche Erlaubnisse
Hier erhalten Sie Informationen zum Waffenrecht und zu waffenrechtlichen Erlaubnissen.
LR Olpe / Stephan Ommer

Das Sachgebiet ZA 1 der Kreispolizeibehörde hat  vielfältige Aufgaben im Bereich von Genehmigungen und Kontrollen auf dem Gebiet des Waffenrechts.

Im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Olpe haben rund 2300 Waffenbesitzer nahezu 13000 Schusswaffen angemeldet und amtlich registrieren lassen.

Insbesondere die regelmäßige Kontrolle der etwa 115 Schießstandanlagen, die Überprüfung der Schießsportvereine sowie der örtlichen Waffenhändler bilden neben der Erteilung von waffenrechtlichen Erlaubnissen sowie der regelmäßigen Überprüfung dieser Erlaubnisinhaber den Schwerpunkt in der Arbeitsrate Waffenrecht.

Ferner erteilen Frau Ulrike Schulte und Herr Andreas Stupperich Erlaubnisse nach dem Waffenrecht oder ziehen diese wieder ein, wenn die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. Die Sachbearbeiter können auch generelle Waffenverbote aussprechen und verfolgen Ordnungswidrigkeiten nach dem Waffenrecht.

Wenn Sie Fragen zum Waffenrecht haben, eine Waffe anmelden oder abgeben möchten, wenden Sie sich an das Sachgebiet ZA 1

Der Landrat als
Kreispolizeibehörde Olpe
Direktion Zentrale Aufgaben
Sachgebiet ZA 1
Kortemickestraße 2
57462 Olpe

Frau Ulrike Schulte
Telefon: 02761 9269-3103
Fax: 02761 9269-3190
E-Mail: ZA1.Olpe@polizei.nrw.de

Herr Andreas Stupperich
Telefon: 02761 9269-3102
Fax: 02761 9269-3190
E-Mail: ZA1.Olpe@polizei.nrw.de

Hinweise zum Kleinen Waffenschein

In den letzten Monaten sind bei den deutschen Waffenbehörden viele Anträge auf Kleine Waffenscheine gestellt worden, so auch bei der Kreispolizeibehörde Olpe. Dies hat offensichtlich mit Vorfällen in der Vergangenheit sowie individuellen Erfahrungen zu tun, die das Sicherheitsgefühl vieler Menschen verändert haben.
 
Bevor Sie nun fortfahren und den Antrag an die hiesige Behörde richten, werden Sie gebeten, die weiteren Informationen zur Kenntnis zu nehmen:
 
Jede Unsicherheit in der Handhabung mit Waffen kann fatale Folgen für Sie und Unbeteiligte haben. Bedenken Sie immer, dass Sie sich im Falle eines Waffengebrauchs in einer Stresssituation befinden. Hier kann es dazu kommen, dass Ihnen der Angreifer Ihre Gas-/Schreckschusswaffe entreißt, um diese gegen Sie zu richten.
 
Zudem ist es möglich, dass der Betreffende über eine scharfe Schusswaffe verfügt, so dass Sie sich in einer nahezu chancenlosen Situation befinden.
 
Bedenken Sie, dass Sie bei unangemessener Reaktion sich oder unbeteiligte Dritte verletzen können, welches ggf. Schadensersatzansprüche oder strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen kann.
 
Ist Ihnen bewusst, dass Sie bei Volksfesten, Sportveranstaltungen oder ähnlich gelagerten öffentlichen Veranstaltungen die Waffen erst gar nicht führen dürfen, da Sie sich ansonsten strafbar machen?
 
Auch ist es – entgegen der weitläufig in der Bevölkerung verbreiteten Meinung – nicht erlaubt, mit der Waffe, insbesondere an Silvester/ Neujahr zu schießen, schon gar nicht mit pyrotechnischer Munition.
 
Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Dezernats ZA1 gerne zur Verfügung (Siehe Kontakt auf der rechten Seite).

Änderungen im Waffengesetz: Amnestieregelungen für Besitzer illegaler Waffen und Änderung von Aufbewahrungsvorschriften

Noch bis zum 5. Juli 2018 kommt im Rahmen einer neuen Amnestie-Regelung jeder straffrei davon, der illegal besessene Waffen und Munition freiwillig bei der Waffenbehörde abliefert. Das ist der Änderung des Waffengesetzes geschuldet, welche am 6. Juli 2017 in Kraft getreten ist.

Die Änderungen im Waffengesetz im Einzelnen:

Der Bundestag hat Mitte Mai einen Gesetzesentwurf der Bundesregierung zu Änderungen des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (2. WaffRÄndG) beschlossen. Für Waffenbesitzer ergeben sich durch die Gesetzesnovelle insbesondere Änderungen bei der Aufbewahrung von Schusswaffen. Zudem wird es für einen befristeten Zeitraum von zwölf Monaten ab Inkrafttreten des Gesetzes möglich sein, straffrei illegal besessene Waffen und Munition bei den Waffen- und Polizeibehörden abzugeben. So wird es nach den neuen Regelungen zur Aufbewahrung zukünftig nicht mehr ausreichen, Waffen in Behältnissen der Sicherheitsstufe A und B nach VDMA 24992 (Stand Mai 1995) aufzubewahren.

Dennoch wird es für die meisten Waffenbesitzer nicht erforderlich sein, neue Behältnisse anzuschaffen. Denn für Waffenschränke, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Gesetzesänderung den alten gesetzlichen Anforderungen entsprochen haben, gilt eine Besitzstandswahrung. Sie dürfen also auch weiterhin verwendet werden. Anders ist dies nur dann, wenn das Behältnis nach Inkrafttreten der Gesetzesnovelle den Besitzer gewechselt hat. Das bedeutet beispielsweise, dass zukünftig in Erbfällen die Waffenschränke nicht übernommen werden können und die Erben sich gegebenenfalls neue Sicherheitsbehältnisse anschaffen müssten.

Werden Sicherheitsbehältnisse nach Inkrafttreten der Gesetzesnovelle erworben, gelten zukünftig die neuen Bestimmungen.

Erlaubnisfreie Waffen oder Munition sind mindestens in einem verschlossenen Behältnis aufzubewahren. Für erlaubnispflichtige Munition wird jedenfalls ein Stahlblechbehältnis ohne Klassifizierung mit Schwenkriegelschloss oder einer gleichwertigen Verschlussvorrichtung oder ein gleichwertiges Behältnis benötigt. Eine unbegrenzte Anzahl von Langwaffen und insgesamt bis zu fünf Kurzwaffen und Munition können in einem Sicherheitsbehältnis aufbewahrt werden, das mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad 0 (unter 200 Kilogramm) entspricht. Sofern dieses Behältnis 200 oder mehr Kilogramm schwer ist, können darin eine unbegrenzte Anzahl von Langwaffen und bis zu zehn Kurzwaffen und Munition aufbewahrt werden. Schließlich kann eine unbegrenzte Anzahl von Lang- und Kurzwaffen sowie Munition in einem Sicherheitsbehältnis aufbewahrt werden, das mindestens der Norm DIN/EN 1143-1 Widerstandsgrad I entspricht.

 

Amnestieregelungen

Die praxisrelevanten Regelungen zur Amnestie sehen vor, dass ab Inkrafttreten der Gesetzesänderung ein einjähriger Strafverzicht bezüglich illegal besessener Waffen und Munition besteht. Das bedeutet, dass Personen, die innerhalb der Frist der zuständigen Waffenbehörde oder einer Polizeidienststelle entsprechende Waffen oder Munition übergeben, nicht wegen unerlaubten Erwerbs, unerlaubten Besitzes, unerlaubten Führens auf dem direkten Weg zur Übergabe an die zuständige Behörde oder Polizeidienststelle oder wegen unerlaubten Verbringens bestraft werden. Anders als bei der letzten Amnestie im Jahr 2009 wird es hingegen nicht möglich sein, illegal besessene Waffen und Munition einem Berechtigten zu überlassen.

Die in Anlage 1 Abschnitt 3 Nummer 1.5 des Waffengesetzes genannte panzerbrechende Munition sowie Munition mit Spreng- und Brandsätzen und Munition mit Leuchtspursätzen sowie Geschosse für diese Munition, soweit sie nicht vom Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen umfasst sind, ist zukünftig verboten. Soweit derartige Munition oder Geschosse besessen werden, können sie ebenfalls im Rahmen der Amnestieregelung abgegeben werden.

Weitere Informationen im Internet unter:

- www.polizei.nrw

Für telefonische Rückfragen sind die zuständigen Sachbearbeiter der Kreispolizeibehörde Olpe über die Telefonnummern 02761/9269-3103 (Frau Schulte) oder 02761/9269-3102 (Herr Stupperich) erreichbar.